Einer von diesen Tagen mit Auto, Regen, schiefem Seegen, rein von dem, was so in der Luft lag. Aber wir haben das beste draus gemacht. San Mateo, Agüimes und San Felipe. Ein Tag mit der Kirche ums Dorf, fast hätte es uns einmal den kleinen KA weggewedelt, als die Waghalsigkeit uns bis um die Bergkuppe leiten wollte, aber wir hatten starke Nerven und nen Rückwärtsgang. Das Omen, ein zwielichtiges, wurde eben schon um 10 Uhr morgens mit dem Fall des Frühstückstablettes samt dem ganzen Buffett gesetzt. Eigentlich kann das ja mal passieren, aber an diesem Tag häuften sich die Zufälle. Dieser endete mit einem abendlichen Besuch des "famous fish Restaurants" in San Felipe erst gegen 5 Uhr morgens, als auch der Fisch wieder der Erde gehörte...
Wir nehmens locker, dann mit dem nächsten Tag, Maspalomas, musste Linda auch zu sehen bekommen, nicht wegen der ganzen Hotelbutzen, Touriliegen in musterhafter Gleichförmigkeit aneinandergereiht, auch nicht wegen dem Strom von eben denen, die den Strand auf und ab joggen, für einen wirksameren Anti-Aging-effekt, nein es war um des Dagewesenseins wegen und man sagt ja, im Süden sei das Wetter immer ein sonnigeres. Das mag sein und deswegen erholten wir uns dort im Halbschlaf von der Nacht davor und warteten auf die Undercovergang aus Ostsachsen mit denen die Sylvesternacht verabredet war.
Es war der 31.12.08.

Mit den Undercover Freunden fuhren wir mit Bus, KA und Ursel zum Pozo Izquierdo, wo es uns an nichts fehlte. Dinner, Musik, guter Musik, Menschenleere, Strand, Blick zum städtischen Feuerwerk, Arehucas und uns mit freudigen Herzen.


Der Morgen danach.



Der 01.01.09 ein Traumtag, so wie wir es mehrmals im Berberichen Tagebuch nachlesen konnten. Trotz wunder Füße bestiegen wir den Roque Nublo, als hätten wir zum Jahresbeginn gleich hoch hinaus gewollt. Vielleicht wollen wir das ja....


Ursel war unsere treue Begleiterin an diesem Tag.

Kulissen vor Kulissen.







Nicht zu vergessen, Lindas Surfversuche im neuen. Grandios. Gestanden.

Nicht alles hat ein Ende, nur das Wissen darum, dass diese Stunden endlich sind.
01:29 - 11.01.2009 - {0}

Eine Lindemi-Linemi Zeit zusammenzufassen ist kein leichtes, aber fürs Auge ein Eindruck kommt an den Ort zwischen Festhalten und Erinnern, genau an diese Stelle.
Angefangen am 23.12. in Madrid am Flughafen, wo wir uns bei unserer beiden Zwischenlandung das erste Mal über den Weg gelaufen sind und uns dann zwei Stunden später in Las Palmas am Flughafen wiedergetroffen haben, folgten sodann zwei Wochen auf engstem Raum in meinem kleinen Zimmer und im kleinen Ford KA und in der Natur auf dieser an sich so kleinen Insel, die großes zu sehen bietet.
Am Weihnachtstage haben wir hier in der calle Cebrián beschehrt und spanische Tortilla vorgekocht um später bei Freunden aufzuschlagen und zu Tische mit den Hinterbliebenen, die nicht nach Hause geriest sind fürs Weihnachtsfeste, zusammenzukommen. Unsere Undercover-Freunde aus Ostsachsen haben da nicht gefehlt und getanzt und begossen wurde in später Nacht dieser Anlass, mit Live Jazz und Frauengesang.

Bueno...zum 25.12. in der Sonne bei fast 30° gibt es nicht viel zu sagen, viel mehr zu schwitzen und zu schauen, wie gut es uns ging. Surfbrettfrühstück und Surfen im ersten Versuch.



Ein paar Tage später...Lindemi und Linemi haben den Ford KA, "Do you know who i am?", manchmal offenbart die Natur eine Ruhe, in der man so manche Antworten finden kann, wir steigen ein, wandern mit Ben, Tobi und Mister Undercover, für den es die erste Lebenswanderung darstellt nach Güi Güi. Kein Wunder, meint die männliche Schöpfung, dass ein Ford KA zwei Frauen und drei Männer problemlos transportieren kann, Serpentinen entlang.
Die Crew. Besser könnte ein Team nicht zusammengestellt werden. Ben, der gemütliche Input. Line, die inselkundige Hippe, Linda, die schon-mal-dagewesene und Mister Undercover, der Newcomer der Wanderwelt.

Die letzte Stärkung, Apfel für die Vitamine, Kappe gegen Steinschlag. Helmet ist ja leider nicht mit beim Spiel.


Kaktusspitze, der Wegweiser in kanarische Höhen. Weit gehts hinauf, bis auf 450 Meter über den Meeresspiegel.

Seelenruhe.

Sprachlos. Ben der Glückliche.

Hunger. Lust. Frust. Geschmack.


Ergreifend. Wunderlich. Lebensbejahend. Knoblich-Berberich-Mallerisch. Wir erreichen die Bucht kurz vor dem romantischsten Moment des Tages, reißen schweißdurchtränkt unsere Klamotten vom Laib und baden dem Sonnenuntergang wellenreitend entgegen. "Du musst es fühlen."


Nachdem die Sonne weg war, wurde es kalt. Ein Feuer aus Palmenwedeln wurde entfacht, was ausreichend Wärme bot für uns, trotz Wollweste von Lui. Die Glut der Flammen zauberten uns ein Mahl aus gewürzten Teigfladen mit kanarischen Mojo, neben papas und Keksen. MIster Erstbesteiger, der Begriff aus der Kletterwelt, sah die Sterne bewegen, einen Film machen und der Fels stand wie "Fels in der Brandung". Der Abend klang ruhig aus und zu selbstgemachter Musik verließ ein Teil der Gruppe schon eher die Welten der Realität. Am Morgen die Sonne in unseren Gesichtern und mancher Stein in der Rippe nebst Sandkörnern im Ohr und ab fortgeschrittener Stunde so manch anderer touristischer Wanderer, der die Bucht erreichte um einen Moment lang zu verweilen. Wir sehen verschlafen aus.

lindemi & linemi
23:46 - 4.01.2009 - {0}

Es ward mal wieder Zeit und nachdem ich mit Caro so viel erlebt habe, als wir uns kurz vor Weihnachten in Madrid trafen, gebe ich nun einen kleinen Bericht der Lage, Momente und Gefühle.
Die ersten zwei Tage habe ich mich allein durch Madrid geschlagen. Am 18.12. dann habe ich Caro vom Flughafen abgeholt und wir sind im Cat's Hostel eingecheckt, in eine fünf Quadratmeter Doppelstocksuite mit herrlicher Geräuschkulisse zum Innenhof, war es die Klimaanlage?, und einem Quadratmeter Umkleidefläche.

Prompt wurden wir wieder von "Insidern" begleitet, weswegen ich nicht nur einmal auf dem Weg von Malasana nach Chueca Richtung Atocha sagen musste, dass ich hier schon mal gewesen bin...zum Prusten für Caro und wenig später zum Prusten für mich, weil auf ihre Auffrderung hin "die Rechnung bitte" ("La cuenta, por favor!) gleich zwei neue Getränke vor uns standen, obwohl ich mich nur fünf Minuten vom Tisch entfernt hatte.
Und so sind wir nach einem Tag durch Madrid laufen gleich zu unserem Stammrestaurant "Yamucca" gekommen. Aber damit das keinen falschen Eindruck erweckt...wir haben in den fünf Tagen alle zentrumsnahen Stadtviertel zu Fuß erkundet: Beginnend mit Los Austurias, Sol und Centro mit Palacio Real, Plaza de Oriente und der Catedral de Nuestra Senora de la Almudena.



Auf dem Plaza Mayor befanden wir uns plötzlich inmitten eines belastenden Weihnachtsmarktes, den wir griesgrämig und mit knurrendem Magen überquerten. Immerhin mussten wir nicht schlecht schmunzeln, weil die Spanier die Angewohnheit besitzen (man betone Angewohnheit, denn ein Einheimischer klärte uns darüber auf, dass das nichts mit Traditin zu tun hat), in der Weihnachtszeit bunte Perücken zu kaufen und mit diesen in jeglichen Formen zu flanieren.
Den Sonntagsflohmarkt in La Latina "El Rastro" haben wir leider verpasst, aber es lohnt sich nicht weniger durch die steil zuführenden und engen Gassen zu schlendern...vom Gefühl her wie Kreuzberg!

Um den Parque del Retiro sind wir nicht nur kurz drum herum gekommen. Fast einen ganzen Nachmittag hat uns die Sonne und die Parkluft festgehalten. Und am Ende auch die Zöpfe....weswegen Centro de Arte Reina Sofia wohl auch zu kurz kam.
Chueca haben wir dafür ganz ausführlich erkundschaftet, calle de Fuencarral und Hortaleza sind wir nicht nur einmal heruntergelaufen. Genauso wie Malasana, wo ich in den ersten beiden Tagen schon das Museo de Arte Contemporaneo durchwandert habe.



Doch was macht die Woche zu der, die sie für mich war...die Menschen. Schon allein Caro in meine Arme geschlossen zu haben und Zeit für einander gehabt zu haben, war wunderbar, nicht zu sprechen von einigen madrilenos, die uns durch Tag und manche Nacht begleitet haben und uns ihre Stadt gezeigt haben...
20:26 - 27.12.2008 - {2}




01:10 - 29.11.2008 - {1}


Ich war wandern. Von fast eintausend Meter hohen Steilwänden umgeben gelangt man zum Strand von Güi Güi nur per Boot oder auf den bereits von Altkanariern benutzten Pfaden. Durch die fünfhundert Meter Höhenunterschied in Auf- und Abstieg ist man gute drei Stunden auf holprigem acht Kilometerluftlinienweg unterwegs. Vielmehrnoch entpuppt sich die erste Etappe für eine zumeist kaffegenießende Städterin zur Einsattelung der Degollada de Aguas Sabinas als schweißtreibendes Unterfangen, doch dann die Belohnung, der Genuss einer atemberaubenden Aussicht auf das Meer und das zerklüfftete Bergmassiv von Güi Güi, was im Licht des nahenden Sonnenuntergangs rötlich schimmert. Zeit für eine längere Pause, zum lauschen und zum wahrnehmen, dass hier ein anderer Wind weht. Die Zeit bleibt stehen und die Ruhe des noch kaum zu höhrenden Meeresrauschen, schaffen Frieden.
Die zweite Etappe mündet in einer dämmrigen Nachtwanderung. Zum Glück sind wir so gut ausgerüstet (frisörähnlich) und haben eine Leselampe dabei, die immerhin soviel Licht spendet, dass wir gegen sieben, ja tatsächlich ist es auch hier zu dieser Stunde schon dunkel, von Kanariern auf der zielnahen Finca Senor Antonio gesichtet werden. Wir werden eingeladen zu Paella, Oliven und liebenswürdiger Gesellschaft, stellen unseren Wein dazu, nehmen jeder ein Instrument in die Hand und verbringen so eine herrliche Fiesta im Hier und Nirgendwo, hypnotisiert von Gastfreundlichkeit und Herzlichkeit der Exilianer.
Um Mitternacht verabschieden wir uns, nur noch ein Katzensprung, immerhin wollen wir am Strand schlafen, neben dem Lagerfeuer und nur Vollmond und Sternenhimmel blickend und von der Sonne wachgekitzelt werden.

Am nächsten Morgen wird es geschäfftig. Segelboote fahren vorbei, andere Wanderer gesellen sich in die Bucht, die Kanarios der Finca kommen zum Fischen herunter und laden uns zum Mittagessen ein.
Es gibt frischgefangene Muscheln, Tintenfisch, Morene und andere Meeresfrüchte. Zum Abschied sprechen wir wieder die Sprache, in der wir uns am besten Verstehen, ohne Worte, wir machen Musik...
Helena y yo



Und steigen irgendwann wieder Richtung Einsattelung hinauf, die uns noch den Blick zum Teide schenkt, auf der Nachbarinsel Tenerife gelegen.

Ben, yo y Tommi

Ben, yo y Helena

Teide en Tenerife
16:36 - 17.11.2008 - {2}
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Etwas das ich noch nicht kennen kann.
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